Ein Wasserrohrbruch, ein Einbruch, ein Brand — wenn der Hausrat beschädigt wird, kann der Schaden schnell in die Zehntausende gehen. Die Hausratversicherung schützt Ihr gesamtes Hab und Gut zu überraschend kleinen Beiträgen. Doch was ist wirklich wichtig und worauf können Sie verzichten? Die Grundlagen im Überblick.
Was die Hausratversicherung abdeckt
Versichert ist alles, was in Ihrer Wohnung steht und beweglich ist: Möbel, Elektronik, Kleidung, Geschirr, Fahrräder im Keller. Abgedeckt sind Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, Einbruchdiebstahl und Vandalismus. Der Schutz gilt übrigens auch unterwegs — gestohlene Koffer im Urlaub oder das geklaute Fahrrad vor dem Supermarkt fallen unter die Außenversicherung.
Die richtige Versicherungssumme wählen
Die häufigste Fehlerquelle ist Unterversicherung: Ist die Summe zu niedrig angesetzt, kürzt der Versicherer im Schadenfall anteilig. Faustregel: etwa 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche als Neuwert. Vereinbaren Sie unbedingt einen Unterversicherungsverzicht — dann zahlt der Versicherer im Schadenfall voll, ohne Ihre Angaben nachzurechnen. Prüfen Sie die Summe alle paar Jahre, denn der Hausrat wächst meist unbemerkt.
Diese Bausteine lohnen sich wirklich
Unverzichtbar: Neuwertentschädigung (Sie bekommen den Wiederbeschaffungspreis, nicht den Zeitwert) und grobe Fahrlässigkeit mitversichert — sonst kann ein vergessenes Bügeleisen teuer werden. Sinnvoll für viele: Fahrrad-Schutz bei teuren Rädern und Elementarschäden (Überschwemmung, Starkregen) je nach Wohnlage. Verzichten können Sie meist auf Glasbruch-Extras bei normalem Haushalt und überteuerte Zusatzpakete für Kleinkram.
Beiträge vergleichen und sparen
Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung zahlen Sie oft nur 50 bis 120 Euro im Jahr — ein sehr günstiger Schutz. Vergleichen Sie Tarife über unabhängige Portale, achten Sie auf Selbstbeteiligung (senkt den Beitrag) und fragen Sie nach Bündelrabatten, wenn Sie bereits eine Haftpflicht beim selben Anbieter haben. Kündigen Sie nie voreilig: Der alte Vertrag läuft weiter, bis der neue bestätigt ist — eine Versicherungslücke will niemand riskieren.
Im Schadenfall richtig vorgehen
Melden Sie Schäden so schnell wie möglich — viele Verträge verlangen eine unverzügliche Meldung. Dokumentieren Sie alles mit Fotos, heben Sie beschädigte Gegenstände bis zur Freigabe auf und erstellen Sie eine Liste aller betroffenen Sachen mit Kaufpreisen. Bei Einbruch immer zuerst die Polizei rufen und Anzeige erstatten: Ohne Aktenzeichen zahlt kein Versicherer.